DAS IMAGE DER VERSICHERUNGEN

178449153Die Versicherungsbranche erbringt für die Volkswirtschaft im Allgemeinen und für Privatpersonen im Besonderen einen elementaren Nutzen. Zahlreiche verschiedene Versicherungsprodukte ermöglichen der Wirtschaft Investitionen, die sie ohne Versicherungsgarantien so nicht tätigen würde. Mit zunehmendem Wohlstand steigt auch der Versicherungsbedarf weiter Bevölkerungsgruppen, Garantien werden auf noch verbleibende Restrisiken erstreckt. Trotz des enormen Stellenwerts der Versicherungswirtschaft ist es aber um das Image der Branche und ihrer Akteure nicht immer zum Besten bestellt.

Einer der Gründe für das nicht immer hervorragende Image der Versicherungswirtschaft ist aber weder der Branche noch seiner Akteure anzulasten. Die Leistungszusage einer Versicherung, den der Kunde mit seiner Geldzahlung erwirbt, ist ein Wirtschaftsgut, welches weder sicht- noch greifbar ist. Der Nutzen oder Gegenwert dieses abstrakten Wirtschaftsgutes ist zudem von einem Umstand oder Ereignis abhängig, welches vielleicht gar nicht eintritt. In den meisten Fällen wünscht man sich sogar, dass der Versicherungsfall gar nicht eintritt. Der Eintritt des Versicherungsfall ist nämlich meist mit negativen Begleitumständen verbunden. Diese speziellen Eigenschaften machen das Versicherungsprodukt zu einem begriffsimmanent negativ besetzten Gut, welches demnach von Natur aus einen schweren “Image-Stand” hat.

Der Kunde zahlt also für ein Gut, dass er nicht fassen kann, mit dem er sich nicht zeigen kann und von dem er hofft, dass er es nie brauchen wird. Der Idealfall für den Kunden ist es also, dass es bei der Prämienzahlung bleibt und dass es zur versprochenen Auszahlung der Gegenleistung nie kommt. Dies hat letztendlich auch eine frustrierende Seite, denn man hat grob gesprochen “letztlich für nichts gezahlt”. Aber das weiss man ja immer erst im Nachhinein … Natürlich gibt es auch Fälle, bei denen die Wahrscheinlichkeit des Versicherungsfalls hoch und dieser auch nicht allzu dramatisch ist (Beispiel: Krankenversicherung).

Auf Grund des voran beschriebenen Ausgangshandicaps, welches Versicherungsprodukte kennzeichnen, kommt der Imagewerbung in der Versicherungsbranche eine besondere Stellung zu. Interessensverbände, Unternehmen, Angestellte und freie Makler der Versicherungsbranche müssen sich durch ein vorbildliches Verhalten auszeichnen. Dies erfordert Kompetenz, Offenheit und Ehrlichkeit gegenüber dem Kunden. Als weitere Unterstützung sollte eine regelmässige und authentische Öffentlichkeitsarbeit hinzukommen, die intern durch Verbände und Unternehmen wahrgenommen und durch eine externe Fachagentur koordiniert und angetrieben werden kann.

02/02/2015 DE CONCERT COMMUNICATION

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